Das problem der statistiken ist, dass zwei erfahrungsbereiche des
individuums als ich, sein genosse eingescchlossen, miteinander
amalgamiert werde, die, wenn das argument den kriterien der ratio
genügen soll, strikt getrennt gehalten werden müssen, einmal das, was
zählt, einmal das, was gezählt wird.
Ich erinnere mich gut an meinen mathelehrer: herr Preuße, der mich
immer wieder daran erinnert hatte, wenn Ich 1 + 2 zusammenzählen
musste: drei birnen oder äpfel? Einerseits stelle Ich fest, dass diese
lehrmethode, in den fünfziger jahren des vergangenen jahrhunderts
anerkannt, mich daran gehindert hatte, die abstrakte welt der zahlen zu
verstehen, andererseits aber hatte der alte mathelehrer auf einen
sachverhalt verwiesen, der in der bewertung statistischer aussagen von
grundlegender bedeutung ist, nämlich, dass die gegenstände, die gezählt
werden, different sind und die zahl: 3, in der verbindung mit dem ding
der welt: apfel, eine anderer bedeutung haben kann, als mit dem ding
der welt: birne. D'accord, das argument mag simpel erscheinen,
vielleicht sogar als einfältig bewertet werden, aber es wird klarer,
wenn Ich eine überlegung heranziehe, die, scheinbar von der ontischen
realität losgelöst, im sinn der logik zwingend ist. Es wird wohl keiner
widersprechen, wenn Ich sage: 5% sind 5%. Prima vista eine
gleichsetzung in der form einer tautologischen aussage, und dennoch
behaupte Ich secunda vista, dass 5%(von etwas) und 5%(von etwas
anderem) nicht gleich sein müssen. 5% von 100€ sind in der hand des
sprechenden 5€, 5% von 1000€ sind in der hand des sprechenden 50€, und
es ist ein unterschied an der supermarktkasse, ob der
zahlungspflichtige 50€ in der tasche hat oder 5€. Die statistische
zahl: 5%, weist in der realität unterscheidbare sachverhalte aus, die
jede zahl, behauptet in einer konkreten situation, entweder als richtig
ausweisen oder als falsch, die zahl mithin eine lüge sein kann oder die
wahrheit ist. Der grund für die widersprechenden behauptungen ist das
subjekt, das al gusto mit den zahlen und mit den sachen hantiert, die
differenz im kalkül des diskurses verschleiernd.
Wer im politischen diskurs mit zahlen argumentiert, der muss darlegen,
was das empirische fundament der benutzten zahlen ist. Das ist die
bedingung des rationalen diskurses, die dem populistischen politiker
missfallen muss, wenn er seinen schnellen spruch, geil auf wirkung,
absondert. Es muss, wenn die kommunikation zwischen allen, die es
betrifft, gelingen soll, darauf bestanden werden, weil die sorgfältige
behandlung der fakten bestimmend ist für jeden diskurs über streitig
gefallene interessen, die legitim realisiert werden sollen. Im jahr:
2025, beschleicht den bürger ein gefühl des unbehagens und der sorge,
im blick die damen/herren: politiker, die al gusto mit den verfügbaren
zahlen hantieren(a), egal, ob die zahlen richtig sind oder falsch.
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(a)
die milliarden genügen schon nicht mehr, es wird in billionen
gerechnet, und es dauert nicht mehr lange, dann wird der erste
billionär ausgerufen. Nicht der reichtum der wenigen, festgemacht an
der grossen zahl, ist das problem in der politischen debatte, sondern
das problem der zeit ist der mangel der vielen, denen das
lebensnotwendige verweigert wird und entzogen ist. In der
vorstellungswelt der vielen genügen die zahlen in unteren bereich der
zahlenreihe: 1-(n+1), dem bereich der zahlenwelt nämlich, der noch
überschaubar ist, in dem die wahrheit und die lüge mit der realen
wahrnehmung der welt identifiziert werden kann.