Es sollte beachtet
werden, dass die termini: rechts und links, einerseits die
relationsbegriffe: links und rechts, bezeichnen, andererseits
bezeichnet der terminus: mitte, einen punkt im raum. Diesen termini ist
kein argument zu entnehmen, das eine politische bewertung der
ortszuweisungen: rechts, links und/oder mitte, zuliesse, weil mit den
als einschlägig bezeichneten begriffen keine der traditionalen
bewertungen der meinungen, die den politischen prozess prägen, rational
begründet werden kann
(d).
Weder den ökonomisch/politischen thesen eines Karl Marx' kann mit einem
rationalen argument die klassifizierung: links, zugeordnet werden,
soweit sie kritik der tradition ist, vornehmlich der philosophie Georg
Wilhelm Friedrich Hegel's und der ökonomie Adam Smith', noch ist es
ausweislich der dokumente der historia zulässig, die thesen Benito
Mussolini's oder Adolf Hitler's, als rechts zu klassifizieren,
personen, die sich das passend zusammengeschrieben haben, was in ihrer
zeit an reaktionären ideen am markt verfügbar gewesen war. Auch ist es
rational nicht begründbar, dass die damen/herren: politiker, von heute
sich selbst als "die mitte" verorten, weil sie in ihren reden sich auf
die demokratie berufen. Die ideologien der mitte(=demokratie,
liberalismus und rechtsstaat), die ideologien von
rechts(=konservatisvismus, nationalismus und faschismus) und die
ideologien von links(=sozialismus in allen historischen varianten),
weisen kriterien aus, die nur dann rational referierbar sind, wenn ein
individuum als ich, sein genosse eingeschlossen, diese ideologien im
horizont der je anderen ideologien bestimmen
(e), die selbst vertretene ideologie und/oder die bekämpfte ideologie relativierend
(f).
Das individuum als ich denkt weder links noch rechts, und/oder mittig,
es denkt autonom, sich entscheidend für die eine oder die andere idee
einer gesellschaft
(g),
vorstellungen, die als bilder entweder facta der vergangenheit sind
oder projektionen in die zukunft, bilder einer welt, die gemäss der
konventionen einerseits als progressiv eingeschätzt werden und
andererseits als reaktionär, immer changierend zwischen dem erhalt der
gewohnten welt(=konservativ/reaktionär) oder der veränderung der als
böse erfahrenen welt(=erneuernd/progressiv).
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(a)
das aktuelle gerede von der
"demokratischen mitte" ist rational nachvollziehbar nur im horizont der
partei: Alterative für Deutschland(=AfD), die bei den letzten wahlen in
einigen wahlkreisen der Bundesrepublik Deutschland die marke: 50%,
erreicht hat. Der verdacht ist nicht falsch, dass sich die
"etablierten" von den "newcomer" existenziell bedroht fühlen und das
mit guten gründen; denn seit jahren haben die damen/herren: politiker,
ihre hausaufgaben nicht gemacht(01).
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(01)
in der rubrik: meinung des bürgers,
habe Ich das problem der "mandatsvergessenheit" der damen/herren:
politiker, immer wieder thematisiert:
- Die damen/herren politiker - ihr handwerk und die moral. Aspekte
der politischen kultur in der Berliner Republik. (juli/2006, sign.: (08) 07/06 )
- Die politische klasse - korrumpiert und unfähig. (januar/2010, sign.: (15) 01-03 )
- Die damen/herren: politiker, agieren als lobbyisten, das beschworene gemeinwohl ignorierend. (november/2011, sign.: (17) 11-12 )
- Die damen/herren: politiker, smarte typen - mandatsvergessen. (november/2014, sign.: (22) 11/14 )
- Die damen/herren: politiker, unfähig, das für notwendig erkannte auch zu tun. (dezember/2021, sign.: (29) 12/20 ) (a)<==//
(c)
das schema: links-mitte-rechts, geht
auf die französischen nationalversammlung 1832 zurück. Die sitzordnung
der gruppen, das spektrum von den royalisten bis zu den liberalen
ausfüllend, legte fest, dass die royalisten auf der rechten seite im
parlament sassen und die liberalen links, aber das, was in der realität
eindeutig zu sein scheint, das ist in der perspektive aller beteiligten
different. Im blick der parlamentarier sassen die konservativen auf der
rechten seite des raumes und die liberalen auf der linken, vom redepult
aber, der blick des redners in den raum, waren es die liberalen, die
rechts sassen, und links sassen die konservativen. Eine irritierende
beobachtung, weil links als rechts erscheint und rechts als links.
Prima vista ist diese feststellung ein widerspruch, secunda vista aber
kann dieses argument nur einen gegensatz formulieren, der die richtige
perspektive auf das schema: rechts/links, ungeklärt lässt(01).
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(01)
die zweideutigkeit im argument ist in
der logik der relationsbegriffe gegründet. Das, was links ist, das kann
nur bestimmt sein in dem, was als rechts bestimmt ist - vice versa. In
jedem erklärungsversuch ist ein drittes moment notwendig, in dessen
horizont geklärt ist, was rechts ist oder links. Das ist die
perspektive mit der das individuums als ich festlegt, was rechts ist
und folglich, was links sein muss - tertium non datur(*1).
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(*1)
INDEX/register //==>stichwort: relationsbegriff.
(c)<==//
(d)
eine mögliche einteilung der ideologien
im 19./20.jahrhundert ist die trias: "konservativismus(=nationalismus),
liberalismus und sozialismus",(01) analog dem schema: "links, mitte und
rechts". Prima vista eine bewährte methode, die secunda vista aber dann
brüchig wird, wenn die details analysiert und synthetisierend
reflektiert werden
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(01)
so ein argument, das der amerikanische
philosoph: Sandel, im einvernehmlichen gespräch mit dem französischen
ökonom: Piketty, geltend gemacht hatte(*1).
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(*1)
Sandel,Michael_J. und Thomas Piketty:
Die Kämpfe der Zukunft. Gleichheit und Gerechtigkeit im 21.Jahrhundert.
München: 2025, p.145/146.
(d)<==//
(e)
der gedanke in einer graphik
wiederholt. Das bild fasst vier situationen(=graphiken) zusammen, das
individuum als ich im fokus(01).
Die momente:
links, ideologie_I, sozialismus,
rechts, ideologie_II, konservatismus/nationalismus,
mitte, ideologie:_III, liberalismus
das individuum als ich und/oder der genosse.
Bild: 001
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(01)
das schema der weltformel, hier der ideologien, ist en detail andernorts erläutert(*1).
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(*1)
INDEX/register //==>stichwort: weltformel.
(e)<==//
(f)
die erfahrung ist allgemein, dass der
kritiker einer anderen ideologie die wesentliche momente dieser
ideologie in sein kalkül einbeziehen muss, freilich immer in der
eigenen perspektive und so die ortszuweisung: "links, rechts und
mitte", relativierend.
(f)<==//
(g)
es sollte beachtet werden, dass eine
gerecht organisierte gesellschaft der gegenstand dieser vorstellungen
ist, die das individuum als ich in seinem forum internum imaginiert,
das problem allein ist, dass das, was gerecht oder das gerechte sein
soll im moment der gelebten gegenwart, in der perspektive der
vergangenheit etwas anderes ist als das, was in der perspektive der
zukunft als ferne utopie vorgegaukelt wird, immer offen lassend, was
rechts, oder was links oder was die mitte sein soll. Alle, die es
betrifft, müssen sich darauf verständigen, was sie dem je anderen als
die gerechte gesellschaft zumuten wollen und auch zumuten müssen.
(g)<==//