In den aufgeregten politischen debatten der jüngsten tage ist oft die rede von den "identitären"
(a).
Über diese gruppe rechtsextremer konservativer kann viel gestritten
werden, aber die namensgebung dieser gruppierung ist zu beachten. Prima
vista ist die unbestreitbare assonanz von identitär und identisch
plausibel, secunda vista aber ist die gleichsetzung: identisch und
identitär, falsch. Weder hat im terminus die gleichheit(=ähnlichkeit)
etwas gemein mit dem begriff: identität(=logik), noch sind die
phänomene der diversen identitäten(=ontik) in den gesellschaften auf
einen nenner zu bringen
(b).
In der logik kann es nur eine form von identität
geben. Das ist die identität des weltdinges: n, mit sich als
das_andere, oder es ist die identität der person: N, mit sich selbst
als der_andere
(c). Jedes
benennbare ding der welt, gesetzt in einer
relation(=individuum_als_ich<==|==>ding_der_welt:_n), ist
verschieden von jedem anderen ding der welt, gesetzt in einer relation.
Die dinge der welt in ihrer verschiedenheit in raum und zeit können
nicht identisch fallen, und wenn zwei weltdinge: n und m, miteinander
untrennbar verknüpft werden, dann ist das resultat der verknüpfung das
weltding: o, das ein anderes ist. Die logische identität des
weltdinges: n, mit sich ist die bedingung sine qua non, durch die dem
individuum als ich, sein genosse eingeschlossen, es möglich ist, dass
beide über die weltdinge: n und m, kommunizieren können
(d).
In der ontik bezeichnet der terminus: identität,
anderes, nämlich personen, die als dinge der welt durch ein bestimmtes
merkmal ausgezeichnet sind und damit einer definierten klasse
zugerechnet werden können, pars pro toto, die identität einer person
als deutscher(=nation). Mit dem terminus: identität, wird eine gruppe
bezeichnet, in der sich viele personen als person in einem definierten
gefühl zusammengefunden haben, wissend, dass sie einer bestimmten
gruppe zugehören. Insofern gibt es verschiedene identitäten, immer im
plural gedacht, durch die für den genossen und dem inviduum als ich
klargestellt ist, dass sie sich als person in ihrer selbstgewählten
identität als ... einer bestimmten gruppe zuordnen können und
zugeordnet sind. In der perspektive der selbsteinordnung einer person
in der gruppe, definiert in bestimmten merkmalen
(e),
ist die person erkennbar in seiner individualität, in der die person
unterscheidbar ist von jeder anderen person. In seiner identität als
person, der_andere seiend, ist das individuum als ich, sein genosse
eingeschlossen, der je andere. Der genosse und das individuum als ich,
gleich als das ich, können in ihrer identität mit sich selbst, nicht
identisch fallen. Sie sind das, was sie sind, gleich in ihrer
verschiedenheit.
Im rationalen diskurs muss die differenz: logische identität/ontische identitäten, strikt beachtet werden.
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(a)
dazu siehe das stichwort: identitäre Bewegung Österreich, in Wikipedia, dl251012.
Zusatz.
Diese gruppe aus Österreich ist teil einer europa-weiten bewegung. Der
historische horizont ist einerseits markiert mit den debatten über die
Konservative Revolution in Deutschland, 1918-1933, dann wieder seit
1949, andererseits ist es die Nouvelle Droite in Frankreich. Die von
diesen gruppen verfochtenen weltanschauungen sind als faschistische
ideologien klassifizierbar.
(a)<==//
(b)
über die phänomene der ontischen
identitäten informiert zureichend die übersicht in Wikipedia,
stichwort: identität. dl251012.
(b)<==//
(c)
zum begriff: identität, im relationalen argument siehe auch:
//==> Richter,Ulrich: Der trialektische modus. Die argumente: 2.41.061 und 2.41.077, signatur:
042:trialektische_modus. //==>
INDEX/register //==> stichworte: identisch, identität bis identitätssetzung.
(c)<==//
(d)
es liegt nahe, den identitätsbegriff
der mathematik als logische identität zu interpretieren. Das ist
falsch. Der mathematische identitätsbegriff ist als phänomen in der
klasse: ontische identitäten, abzulegen.
(d)<==//
(e)
siehe, pars pro toto, die liste der identitäten nach Wikipedia. //==>
anm.: (b).
(e)<==//